Der Fachtag in München ein „Weltkongress“? Ein Rückblick auf den Fachtag 2015

Am Freitag, 17. Juli 2015fand der dritte Fachtag Werdenfelser Weg in der Campus-Kirche  der Katholischen Stiftungsfachhochschule München und den Räumlichkeiten der Fachhochschule statt und JA, es war ein Weltkongress. Diesmal ging es um die Vermeidung der Freiheitsentziehung durch Medikamente.

 

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Abschlussfoto mit allen Referenten und den Initiatoren des WW Herr Dr. Kirsch und Herrn Wassermann.

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Zusammenfassung Forum 1 durch Herrn Frank Ulrich -Hamburg- und Frau Christel Pilz -Landratsamt Weilheim-Schongau-

Nach einer allgemeinen Begrüßung sprach der Bayerische Staatsminister der Justiz Prof. Dr. Winfried Bausback ein fünfzehnminütiges,  fachlich fundiertes Grußwort, in dem er zum einen die bisherigen Aktivitäten des Werdenfelser Wegs würdigte, zugleich auch mit großer Detailkenntnis die Unterschiede herausarbeitete zwischen den bisherigen Entscheidungsabläufen bei mechanischen Fixierungen und bei medikamentösen Fixierungen.

Anschließend folgte der Hauptvortrag    Vermeidung medikamentöser Fixierung von  Prof. Dr. phil. Dr. med. Dipl. – Psych. Rolf D. Hirsch , Facharzt für Nervenheilkunde, Bonn. Ihm gelang es mit seiner humorvollen und zuhörerorientierten Vortragsweise, die knapp 400 Teilnehmer für das Thema zu begeistern.  Bei ihm wurde immer wieder deutlich, dass beim Thema der medikamentösen Fixierung eben nicht der ärztlich therapeutische Behandlungszweck eines Krankheitsbilds im  Vordergrund steht, sondern ein pflegerisches Problem mit Verhaltensweisen von Bewohnern nicht pflegerisch, sondern medikamentös „gelöst“ wird.  Als Arzt konnte er so glaubwürdig auch immer wieder zwischen dem ärztlich therapeutischen Blickwinkel und dem pflegerischen Problemstellungen wechseln.

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